Plasmazellneoplasien

(z. B. Plasmozytom, multiples Myelom, MGUS)

Bei den Plasmazellneoplasien gibt es prognostisch ungünstige Chromosomenveränderungen wie z.B die Translokation t(4;14) oder die P53-Deletion und prognostisch günstigere Aberrationen wie z.B. ein hyperdiploider Chromosomensatz. Unreifzellige Plasmazellneoplasien verlaufen in der Regel aggressiv. Sie sind häufig durch komplex aberrante Klone mit zahlreichen strukturellen und numerischen Chromosomenveränderungen gekennzeichnet. Der Nachweis genetischer Veränderungen wird bei Plasmazellneoplasien durch den geringen Anteil an Plasmazellen im Blut/Knochenmark und deren geringe Proliferationsrate in vitro massiv erschwert. Daher ist bei Plasmazellneoplasien die FISH an Interphase-Kernen der CD138-positiven Zellpopulation des Knochenmarks (z.B. nach magnetischer Zellsortierung (MACS)) die Methode der Wahl und weist in über 90% der Fälle klonale Chromosomenveränderungen nach.

Leistungen

  • Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) folgender Chromosomenregionen an CD138-positiven Zellen (nach MACS-Sortierung):
    • 1p/q, 11q, 13q, 14q, 17p, ggf. t(4;14), t(8;14), t(11;14), t(14;16) und weiterer auf Anfrage
  • Chromosomenanalyse (konventionelle Zytogenetik), indiziert bei Verdacht auf unreifzelliges Plasmozytom, simultane myeloische Neoplasie (MDS/AML) oder lymphoplasmozytisches Lymphom bei IgM-Erhöhung
  • Molekulargenetische Untersuchungen*:
    • Klonalitätsanalyse, Chimärismusanalyse

* Diese Leistungen werden in Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern erbracht, deren Anschrift wir Ihnen ggf. auf Anfrage zur Verfügung stellen.

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