Chronische lymphatische Leukämie (CLL)

Durch neue Kultivierungsmethoden konnten in den letzten Jahren mittels Chromosomenbänderungsanalyse zahlreiche bis dato unbekannte Chromosomenveränderungen bei der CLL entdeckt werden. Inzwischen wurde auch die prognostische Bedeutung dieser Veränderungen im Rahmen verschiedener klinischer Studien belegt. Zudem können bei ca. 80% der CLL-Patienten Chromosomenveränderungen mittels FISH nachgewiesen werden. Des Weiteren finden sich bei CLL-Patienten häufig somatische Mutationen in der variablen Region des Immunglobulin-Schwerkettengens (IgVH), die mit einem günstigeren Krankheitsverlauf assoziiert sind. Die Ergebnisse von Chromosomenanalysen, FISH-Analysen und molekulargenetischen Untersuchungen können deshalb zur Therapieplanung und ggf. zur Verlaufskontrolle herangezogen werden.

Häufigste genetische Veränderungen bei CLL

(nach WHO-Klassifikation, 2008)

Leistungen

  • Chromosomenanalyse (konventionelle Zytogenetik), u.a. auch nach DSP30- und IL2-Stimulation
  • Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) der Chromosomenregionen:
    • 6q, 8q, 11q, 12q, 13q, 14q, 17p,19q, ggf. t(8;14), t(11;14), t(14;18) und weiterer auf Anfrage, ggf. mittels 24-Farben-FISH
  • Molekulargenetische Untersuchungen* der Gene:
    • BRAF, NOTCH1, MYB88, P53
    • sowie IgVH-Mutationsstatus, Klonalitätsanalyse und Chimärismusanalys

* Diese Leistungen werden in Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern erbracht, deren Anschrift wir Ihnen ggf. auf Anfrage zur Verfügung stellen.

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